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Senator/Monza A2




Senator/Monza A2



Opel sah sich Anfang der 80er Jahre zunehmend stärkerer Konkurrenz ausgesetzt.
1982 wurde nach einem Facelift der Senator A2/Monza A2 vorgestellt, welcher ab März 1983 lieferbar war.
Die im Jahre 1979 vorgestellte neue S-Klasse (W 126, gebaut von 1979 bis 1991, 818.000 verkaufte Exemplare) setzte eine Fülle neuer, bisher ungeahnter technischer Standards und kreiste einsam in in ihrer eigenen Oberklasse Umlaufbahn, wodurch sie sich einer Vergleichbarkeit mit dem Senator gänzlich entzog.
Auch die BMW Fünferreihe E28 sowie die Mercedes Mittelklasse W123 wurden 1981 bzw. 1982 überarbeitet und aufgewertet neu präsentiert.
Steigenden Energiepreisen ausgesetzt und um die zuletzt schlechten Verkaufszahlen der Senator und Monza der A1 Baureihe aufzufangen, erweiterte man die Motorenpalette nach unten zwecks geringerem Benzinverbrauch.
Schließlich wurden die Mercedes Benz W 123 Typen auch als 200 / 230 sowie die BMW Fünfer Reihe als 518i mit Vierzylindermotoren angeboten.
Der im Jahr 1982 vorgestellte Audi 100 mit seinen erstmal bündig in die Karrossie eingefaßten Fensterflächen entfachte die Diskussion um Aerodynamik und cW Werte neu, was Opel in Zugzwang brachte und dazu führte, dass das klare, gelungene Design von Senator und Monza der A1 Baureihe stark verwässert wurde.
Konnte der neue Audi 100 dank seinem cW Wert von nur 0,30 eine benzinsparende Schneise durch den Fahrtwind schlagen, stemmten sich Senator und Monza mit einem Wert jenseits der 0,40 dem Wind entgegen.
Um den cW Wert von Senator und Monza um ca 30 % zu senken waren umfangreiche Veränderungen an der Karrosserie notwendig.
Die gesamte Front des Fahrzeuges wurde grundlegend geändert und sah der später ebenfalls gelifteten Rekord E2 Front nun noch ähnlicher.
Die einst schönen Ronal Alufelgen wurden durch Felgen im verquollen aussehenden "Wollknäuel-Design" ersetzt, das Heck wurde leicht angehoben was insbesondere den Senator noch hochbeiniger erschienen ließ.
Zwischen den Rückleuchten wurde eine der Optik der Rückleuchten angepasste Blende im US-Stil angebracht, das Kennzeichen fand seinen Platz seitdem zwischen zwei Stoßstangenhörnern im unteren Bereich auf den ehemals aus Chrom und jetzt komplett aus Kunststoff gefertigten Stoßfängern.
Der Innenraum wurde weitgehend samt neuer Dekors und Polsterdesigns vom sogenannten A1 Zwischenmodell übernommen.
Der Motor 3,0 E erhielt einen Ölkühler, eine neugestaltete Kurbelwelle zur Erhöhung seiner Lebensdauer bei hoher Beanspruchung und die verbesserte Bosch-LE-Einspritzanlage.
Ab 1983 wurde als Einstiegsmotorisierung der 2,0-Liter-Vierzylinder-Einspritz-Motor (81 KW / 110 PS) aus dem Rekord E angeboten, welcher 1984 durch den drehmomentstärkeren 2,2-Liter-Einspritzmotor (85 KW / 115 PS) ersetzt wurde.
Außerdem war für den Senator ab 1984 der 2,3-Liter-Turbodiesel aus dem Rekord E lieferbar, ab 1985 gab es als technische Besonderheit den 2,3-Liter-Comprex-Diesel (95 PS) als Option.
Der 2,5 E Motor mit 136 PS wurde in Senator und Monza ebenfalls noch für kurze Zeit angeboten, wurde jedoch zum Modelljahr 1985 modifiziert, bot nun mehr Drehmoment und leistete jetzt 140 PS.
Der Comprex-Druckwellenlader wurde von BBC entwickelt.
Ab 1984 gab es darüber hinaus ein ABS-System im Senator (aber nur im "CD" serienmäßig).
Im letzten Produktionsjahr wurde dann noch ein neuer 3,0-Liter-Motor mit geregeltem Katalysator vorgestellt (156 PS).
Der Senator A wurde in folgenden Ausstattungsvarianten Angeboten:

* Senator (Grundmodell)
* Senator C
* Senator CD

Beim Coupe Monza fehlte die CD-Option, dieser wurde dafür in einer sportlichen Variante namens GSE angeboten (nur mit 3,0-Liter-Einspritzmotor).
Im Monza GSE wurde zum ersten Mal wahlweise ein Digitaltacho angeboten, welcher später in leicht abgeänderter Form auch im GSI-Modell des Opel Kadett E serienmäßig zu finden war.
Vom Monza A2 wurden von der Firma Keinath in Reutlingen 144 Cabrios gebaut.
22 Exemplare des Keinath-Cabrios wurden zum Bitter SC Cabrio umgebaut.
Die letzten Senator A / Monza A liefen im März 1987 vom Band.
Die Verkaufszahlen für die A2 Baureihe waren trotz aller Änderungsmaßnahmen deutlich schlechter als für die A1 Baureihe.
Konnte Opel von Senator und Monza A1 zwischen 1978 und 1982 noch fast 80.000 bzw. 28.000 Exemplare verkaufen, brachten es die beiden Modelle der A2 Serie zwischen 1982 und 1986 nur noch auf ca 60.000 bzw. 15.000 Einheiten.
Die imagemässige Abwertung der Modelle Monza und Senator durch die Verwendung von Vierzylindermotoren, die stärkere Konkurrenz, und die deutlich schlechtere Karrosseriequaltität durch drastische Kosteneinsparungsmaßnahmen war für Opel der Anfang eines tragischen Imageverlustes während der 80er und 90er Jahre, von dem sich das Unternehmen erst langsam nach der Jahrtausendwende erholen konnte.
Dennoch gelten Monza und Senator, insbesondere als Baureihe A1, als Opels bester und erfolgreichster Beitrag seit den sechziger Jahren zur automobilen Oberklasse.