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Der Opel Senator




Der Opel Senator



Der Opel Senator ist eine Modellreihe des Automobilherstellers Opel, die auf der IAA 1977 als Nachfolger für die gerade ausgelaufenen Modelle Admiral und Diplomat vorgestellt und ab dem folgenden Frühjahr ausgeliefert wurde.
Parallel zum Senator wurde der Opel Monza vorgestellt und ausgeliefert, welcher eine zweitürige Coupé-Variante des Senator A mit großer Heckklappe darstellte.
Die Rolle des Spitzenmodells von Opel erfüllte der Senator bis 1993, der nun aber keine eigenständige, sondern eine vom Rekord E (Senator A1 - A2 )bzw. Omega A (Senator B, ab 1987) abgeleitete Karosserie besaß.
Vom Senator B gab es keine Coupé-Variante mehr.
Ein Nachfolger des Senator B wurde aufgrund der zu geringen Verkaufszahlen nicht mehr entwickelt.
Der Opel Senator A diente außerdem als Basis für den Bitter SC.


Vorgeschichte



Heuzutage ist allgemein vergessen, dass Opel in den 50er und frühen 60er Jahren mit seinen Kapitän Modellen die meisten Oberklasse Sechzylinderfahrzeuge in Deutschland verkaufte.
Diese Position wurde verspielt mit dem Erscheinen der ersten Kapitän / Admiral / Diplomat Baureihe im Jahr 1964, welche sich in vier Jahren nur 89.277 mal verkaufen ließen.
Diese Fahrzeuge wuchsen sprunghaft in ihren Aussenmaßen, und verschreckten mir ihrem US-Design und -Format und bis zu 5,4 Liter Hubraum großen V8 US-Motoren die biedere deutsche Kundschaft, die hastig zur gediegenen Konkurrenz nach Stuttgart wechselte.
Die zweite, 1969 präsentierte Version der "KAD" genannten Oberklassereihe war zwar 4,8 cm kürzer, 1,5 cm flacher und 5 cm schmaler als ihre Vorgänger, mußte sich aber einer deutlichen stärkeren Konkurrenz von Mercedes und BMW erwähren, und konnte den Abwärtstrend in den Verkaufszahlen unter anderem auch wegen plumpem Marketings (einer der Werbeslogans lautete "Viel mehr Auto als man braucht") nicht mehr aufhalten, so dass man sie nach nur 61.619 verkauften Exemplaren trotz ihres europäisierten Designs und ihres großartigen Fahrkomforts dank der DeDion Hinterachse 1977 vom Markt nahm.
Um den lukrativen und prestigeträchtigen Fahrzeugmarkt für Oberklassefahrzeuge nicht völlig Mercedes und BMW zu überlassen und verlorenes Terrain wieder gutzumachen, wagte Opel 1978 mit dem Erscheinen von Senator und Monza einen neuen Angriff in diesem Segment.
Vorsichtig geworden durch die noch andauernden Auswirkungen der ersten Ölkrise von 1973 und dem daraus entstandenen Energiebewußtsein der Autokäufer verabschiedete man sich bei der Entwicklung von Senator und Monza vom V8 Segment, und obwohl offiziell bei der späteren Präsentation nur indirekt so formuliert, wurden Senator und Monza von der Größe und Motorisierung her eine ganze Fahrzeugklasse tiefer positioniert als die KAD Baureihe und waren somit nur noch ein Ersatz für den sechszylindrigen Commodore B, der von 1972 bis 1977 als Limousine und Coupé angeboten wurde.
Erste Publikumstests brachten allerdings die überraschende Erkenntnis, dass die Betrachter vom Design der beiden neuen Modelle derart beeindruckt waren, dass sie sie entgegen der ursprünglichen Marketingstrategie als Nachfolger der im Jahre 1977 eingestellten KAD Oberklassebaureihe ansahen.
So mußten sich in ersten Vergleichstests der Senator mit dem 1977 präsentierten 7er BMW und dem seit 1972 die Oberklasse alleine beherrschenden S-Klasse Mercedes der W 116 Baureihe, und der Monza mit dem über 10.000 DM teureren BMW 630 CS messen lassen, und machten dabei dank ihres souveränen Fahrwerks und überragenden Fahrleistungen sogar eine mehr als gute Figur.
Technische und optische Basis von Senator A und Monza A war jedoch der Rekord E und der ein halbes Jahr später präsentierte Commodore C: alle Modelle verwendeten den gleichen Karosseriegrundkörper.
Senator und Monza A sowie der im Herbst 1978 vorgestellte Commodore C besaßen im Hinblick auf die Reihen-Sechszylinder eine im Vergleich zum Rekord verlängerte Front, die Opel "Schnüffelschnauze" nannte, da die Scheinwerferpartie nicht mehr traditionell senkrecht im Fahrtwind stand, sondern aerodynamisch nach hinten abfiel und die Stoßstange sich im Profil stattdessen hervor streckte.
Der Senator hatte eine anders gestaltete Seitenansicht, äußerlich erkennbar an der dritten Seitenscheibe, und eine repräsentativere Heckpartie mit fast schwarz wirkenden Rückleuchten.
Senator und Monza verfügten zudem über eine technisch sehr aufwändige Doppel-Schräglenker- anstelle der simplen Starrachse von Rekord und Commodore.